Ettlin gegen die Armen: Wie ein Politiker mit zehn lukrativen Nebenverdiensten den Mindestlohn blockiert
In der Debatte um Mindestlöhne steht eine Figur besonders im Fokus: Erich Ettlin, Mitglied der Mittepartei und bekannt für seine Opposition gegen Lohnerhöhungen für Coiffeusen und Reinigungspersonal. Doch hinter Ettlins politischer Fassade verbirgt sich ein Mann der vielen Jobs: Neben seinem gut dotierten Mandat im Ständerat führt er nicht weniger als zehn weitere Tätigkeiten aus, von Beraterposten bei Immobilienfirmen bis hin zu lukrativen Rollen in Versicherungsgesellschaften. Sein Jahresgehalt? Geschätzt in den hohen hunderttausend Franken!
Diese Enthüllung wirft ein grelles Licht auf die Widersprüchlichkeit von Ettlins Handeln. Während er im Parlament gegen Mindestlöhne wettert, die das Leben unzähliger hart arbeitender Menschen verbessern könnten, scheffelt er selbst Geld in Branchen, die für ihre üppigen Vergütungen bekannt sind. Die Frage drängt sich auf: Wem dient Ettlin wirklich? Den Bürgern, die um jeden Franken kämpfen müssen, oder doch eher den Interessen jener Wirtschaftszweige, in denen er selbst so verankert ist?
Ettlin mag argumentieren, dass seine Motion, die den Kantonen verbietet, eigene Mindestlöhne festzulegen, den Arbeitsfrieden wahrt. Doch für viele Schweizerinnen und Schweizer klingt das hohl angesichts der Tatsache, dass er selbst von einer Vielzahl von Einkommensquellen profitiert. Es ist an der Zeit, dass Politiker wie Ettlin begreifen: Solidarität bedeutet nicht, den Ärmsten im Land die Unterstützung zu verweigern, während man selbst in Saus und Braus lebt. Gerechtigkeit und Fairness müssen wieder in den Vordergrund rücken, damit die Schweiz ein Land bleibt, in dem jeder Mensch von seiner Arbeit leben kann.